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Geschichte
Als schöner Aussichtspunkt über die Donau
hinaus bis zum Bisamberg, zum Marchfeld
und zum Rohrwald bietet Hadersfeld einen
vielfach aufgesuchten Ausflugspunkt.
Um 1904 wurde in Hadersfeld eine eigene
Ortwasserleitung gebaut. Anlassfall hiezu
waren mehrere Typhusfälle bei Sommerparteien
im Schloss, die vom unhygienischen Wasser
herrührten. Auch waren die bei vielen Häusern
angelegten Hausbrunnen meist nicht sehr
ergiebig und dazu oftmals nicht genügend
weit weg von Güllegruben und Misthaufen
angelegt.
Im näheren Ortsbereich standen drei, für
damalige Verhältnisse saubere, Quellen zur
Verfügung, die aber in den Sommermonaten
manchmal auch versiegten. Diese Quellen
waren die „Königsbrunnenquelle“, heute mit
Betonringen eingefasst, dient als Reservelöschwasserbrunnen
für die Feuerwehr. Das „Ameisenbründl“ oberhalb
der Greifensteiner Straße und schließlich
die Quelle im Kierlinger Graben. Leute,
die es sich leisten konnten, ließen sich
das Trinkwasser vom „alten Schnapper“ mit
dem Wasserwagen nach Hause bringen.
1907 wurde die Wasserleitung in Hadersfeld
einer der Ersten im Bezirk Tulln.
1925 bekam Hadersfeld den elektrischen Strom.
Mit dem Strom ging man damals sehr sparsam
um. Er wurde ausschließlich zum Beleuchten
verwendet. Trotzdem verfügte Hadersfeld
über eine besonders fortschrittliche Straßenbeleuchtung.
Diese wurde bei Bedarf und bei Dämmerung
zwischen 18 und 20 Uhr vom Haus „Denk“ (Feldgasse
6) aus eingeschaltet. Der Grund dafür war,
dass die Bauern in dieser Zeit die Milch
im Milchkasino abgaben.
Quelle: www.staw.at
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